Oratorienverein Plochingen

e.V. 1922

Herbstkonzert 2011 Oratorienverein begeistert mit Barbe und Puccini

Mit Werken der Komponisten Helmut Barbe und Giacomo Puccini zeigte der Oratorienverein unter der Leitung von Heidrun Speck jüngst bei seinem Konzert in der vollbesetzten St.-Konrad-Kirche eine musikalische Bestleistung.

Mit der „Messa di Gloria“ und „Crisantempi op. 65“ von Puccini sowie Barbes „Canticum Simeonis“ hatte sich der Oratorienverein ein anspruchsvolles Chorprojekt ausgesucht. Puccinis einziges geistliches Chorwerk von Bedeutung, die „Messa a 4 voci con orchestra“, ist ein Frühwerk des Komponisten das in den Jahren 1878 und 1880 entstand, noch bevor Puccini seine Studien am Mailänder Konservatorium begann. Die Uraufführung fand 1880 in Lucca statt.Lange war die Komposition verschollen, erst 1950, nach dem zweiten Weltkrieg ,wurde es in Lucca wieder entdeckt und bekam den Namen „Messa di Gloria“. Heidrun Speck führte Chor, Orchester und Solisten gekonnt durch dieses schwierige Werk der Romantik, für das die Akustik der St.-Konrad-Kirche auch einen unvergleichbar guten Rahmen bot.

Ebenso sicher präsentierte Chor und Orchester Barbes „Canticum Simeonis“, ein Werk geistlicher Musik, das 1958 komponiert wurde. Barbe nahm die Lukasverse 2, 29 und 30 auf, in denen es heißt: „Herr, nun lässt Du deinen Diener in Frieden fahren...“. Dabei rezitierte der Chor diesen Text in einstimmigen Passagen, die begleitet von den Streichern fast schon meditativen Klangfolgen gleichkamen. Zum Ende dieses Werkes verarbeitete Barbe den Choral „Mit Fried und Freud ich fahr dahin“ von Johann Sebastian Bach. Mit diesem Choral, begleitet mit dem Bibelzitat im Tenorsolo klang das Werk aus. Die zahlreichen Besucher genossen die große Klangfülle des Konzerts und sparten am Ende nicht mit Beifall für einen wirklich hochkarätigen Auftritt des Plochinger Oratorienvereins.